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Deutschkurse - Alltagsorientierung - Alphabetisierung - Einbürgerung - Fortbildungen DaF/DaZ

 

Alphabetisierung für Fremdsprachige

Die UNESCO definiert einen Analphabeten wie folgt: „Analphabet ist eine Person, die sich nicht beteiligen kann an den zielgerichteten Aktivitäten ihrer Gruppe, bei denen Lesen, Schreiben und Rechnen erforderlich ist, und an der weiteren Nutzung dieser Kulturtechniken für ihre eigene Entwicklung und die ihrer Gemeinschaft“

Zielgruppe

Wir unterscheiden 3 Gruppen von Analphabet/innen.
1.
 Primäre Analphabetinnen: Personen, die keine Kenntnisse in einem konventionellen Schriftsystem erworben haben. Diesen Menschen muss der Bezug zwischen einem graphischen Zeichen (Buchstabe, Silbe, Ideographie) und dessen Bedeutung als Grundlage zum Erwerb des Lesens und Schreibens noch bewusst werden. Sie haben auch Defizite im haptischen und kognitiven Bereich.
2.
 Sekundäre Analphabetinnen: Personen, die in einem anderen Schriftsystem das Kodierungsprinzip – Lesen: Entschlüsseln einer schriftlichen Bedeutung; Schreiben: Verschlüsseln einer internalisierten Bedeutung in schriftliche Zeichen – kennengelernt haben. Sie müssen die Umsetzung von Bedeutungen ins Zeichensystem der lateinischen Schrift lernen.
3.
 Funktionale Analphabetinnen: Personen, die in einem lateinischen Schriftsystem alphabetisiert worden sind. Sie fühlen sich durch den bürokratischen Umgang mit Schriftlichkeit in unserer hochentwickelten Industriegesellschaft überfordert. Weitere Verwirrung entsteht häufig durch ein linguistisches Problem: Aus der Muttersprache bekannte Buchstaben können in Deutsch einem anderen Lautwert entsprechen und dadurch eine ständige Fehlerquelle liefern. Viele Menschen wenden so ihre Grundkenntnisse nicht mehr an, bis sie das Lesen und Schreiben teilweise oder ganz verlernt haben.

Ziele

Die Kursteilnehmenden sollen sich in einem impuls- und aufgabengesteuerten Unterricht, Grundkenntnisse des lateinischen Alphabets aneignen. Durch die Alphabetisierung in einer den Kursteilnehmenden fremden Sprache, werden auch die Kenntnisse dieser Sprache (Deutsch) gefördert.
 Inhalte

Alphabetisierung durch die Umkehrmethode „Lesen durch Schreiben"
Die Methode von Jürgen Reichen für den Erstleseunterricht basiert auf der Wiedergabe der Laute als Schriftzeichen. Im Mittelpunkt steht nicht der Erwerb der motorischen Fähigkeiten, sondern das Umsetzen der gesprochenen Sprache in graphische Zeichen. Die Methode geht davon aus, dass Lesenlernen ein selbstgesteuerter Prozess ist.

Werkstattunterricht
Der Werkstattunterricht beinhaltet im Wesentlichen Aufgaben zu Vertiefung der Einzelbuchstaben und der für das Lesen und Schreiben zentralen kognitiven Fähigkeiten. Durch den Werkstattunterricht ist eine individuelle Förderung möglich. Die Vermittlung von Lerntechniken ist Bestandteil dieser Art des Unterrichts.

Kursaufbau

Die Alphabetisierungskurse sind eingebettet in das Gesamtkonzept der Akrotea.ch. 

Zur Zeit finden Kurse in Rüti und Illnau-Effretikon statt. Personen aus anderen Gemeinden sind herzlich willkommen.

Sollten andere Gemeinden Interesse an der Durchführung von Alphabetisieurngskursen haben, dann wenden Sie sich bitte an die Fachstelle für Integrationsfragen des Kantons Zürich thomas.heyn@ji.zh.ch

Kursdaten

Die Kurse werden in 3 Kursblöcken pro Jahr mit 12 Kurswochen durchgeführt.

Details zu den Kursorten und -daten findet man hier

Winterkurs: Januar bis April 
Frühlingskurs: Mai bis Juli 
Herbstkurs: September bis Dezember 

Kursumfang/-kosten

Es werden 2 x 2 Lektionen pro Woche durchgeführt. Die Zeiten liegen am Vor- oder Nachmittag.
In den Schulferien und an schulfreien Tagen finden keine Kurse statt.

Kurse kosten Fr. 240.00
inkl. Kinderhüetedienst
inkl. Lehrmittel

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